Ein Spezialgebiet unserer Praxis ist die Prävention, Diagnostik und
Therapie chronischer Schmerzen verschiedenster Ursache.

Wir verfolgen dabei einen ganzheitlichen Ansatz, der vielfältige therapeutische
Angebote beinhaltet. Klassische Verfahren setzen wir ebenso ein wie moderne und innovative
Behandlungsmethoden, wobei alle Methoden wissenschaftlich fundiert sind und nach aktuellen
Qualitätsstandards angewandt werden. Einzelne spezielle Behandlungsverfahren werden in enger
Kooperation mit anderen schmerztherapeutisch kompetenten Einrichtungen gemeinsam durchgeführt.

Ein rechtzeitig erkannter, diagnostisch richtig eingeordneter und kompetent behandelter Akutschmerz

kann sich folgenlos zurückbilden. Eine Chronifizierung mit weitreichenden Folgen für Körper und Psyche
kann so vermieden werden. Zunehmende Bedeutung gewinnt vor dem Hintergrund der algesiologischen
Grundlagenforschung die Schmerzprävention. Idealerweise sollte Schmerz gar nicht erst entstehen, indem
die eigene Lebensweise schmerzpräventiv ausgerichtet wird. Dabei können z.B. das Erlernen von
Entspannungsverfahren, individuell angepasster Gesundheitssport und adäquate Ernährung nach
vorausgehender Analyse des individuellen Risikoprofils wesentliche Elemente sein. Wir beraten Sie gern.


Einige unserer Behandlungsschwerpunkte im Bereich Schmerztherapie:


- Migräne- und Kopfschmerztherapie
- Rückenschmerz
- Chronische Schmerzsyndrome aller Körperregionen
- Spezielle medikamentöse Behandlungsansätze
- Botulinumtoxin-Behandlung
- Biofeedback
- Entspannungsverfahren
- Schmerzbewältigungstraining
- Akupunktur
- Beratung zu schmerzpräventiver Lebensführung (z.B. Gesundheitssport)




Weitere Behandlungsmethoden in der Schmerztherapie (Beispiele):

- Medikamente zur Akuttherapie und Prophylaxe
- Physiotherapie (Krankengymnastik)
- Physikalische Therapien (Massagen, Bäder, Packungen)
- Elektrische Nervenstimulation
- Konfliktzentrierte Gespräche
- Psychotherapie
- Therapeutische Lokalanästhesie (Neuraltherapie)
- Injektionen
- Nervenblockaden
- Infusionen
- Bestrahlungen
- Invasive Maßnahmen
- Kur- und Rehamaßnahmen

Migräne- und Kopfschmerztherapie nach oben

Kopfschmerzen können nur dann richtig, effektiv und zugleich schonend behandelt werden,
wenn diese zunächst diagnostisch sicher eingeordnet und mögliche Ursachen abgeklärt werden.
Elemente der differenzierten Kopfschmerzanalyse sind die standardisierte Schmerzanamnese, ein

ausführliches Gespräch zu Kopfschmerzvorgeschichte, auslösenden bzw. verstärkenden Faktoren,
zur bisherigen Behandlung sowie ggf. spezielle Zusatzuntersuchungen. Anhand eines
Kopfschmerzkalenders können Typ, Häufigkeit und Intensität der Kopfschmerzattacken nachvollzogen
werden, so dass aufgrund dieser Informationen mit Ihnen gemeinsam mögliche therapeutische Strategien
sowohl zur Akutbehandlung als auch zur Prophylaxe (zur Vorbeugung) weiterer Kopfschmerzepisoden
erarbeitet werden können. Dazu stehen jeweils sowohl medikamentöse als auch nicht-medikamentöse
Behandlungsverfahren zur Verfügung.
Einen Kopfschmerzkalender zur Vorbereitung Ihres Gesprächstermin finden Sie im
Download-Bereich
dieser Homepage. Materialien zur standardisierten Schmerzanamnese erhalten Sie an der Information
unserer Praxis.


Chronische Schmerzsyndrome nach oben

Akutschmerz hat eine Leit-, Schutz- und Warnfunktion. Er weist auf eine Bedrohung des Körpers von
innen oder außen hin und löst ein Verhalten zur Beseitigung oder Verhütung der Gefahr aus. Über den
negativen Erlebniswert hinaus unterstützt Akutschmerz damit die Erhaltung der körperlichen Unversehrtheit
des Organismus.
Akutschmerz ist ein Symptom einer ursächlichen Krankheit (z.B. Verletzung, Herzinfarkt, Darmkolik, frische Operation).
Chronischer Schmerz hat im Gegensatz zum Akutschmerz keine Leit- oder Warnfunktion, der Schmerz

wird zur eigenständigen Krankheit. Er tritt episodisch wiederkehrend oder dauerhaft auf, langfristig ist er mit
physiologischen, psychischen und psychosozialen Reaktionen und Anpassungen verbunden. Er ist durch
Verhaltensreaktionen nicht kurzfristig beeinflussbar.
Beispiele für eine chronische Schmerzkrankheit sind Kopf- und Rückenschmerz, Neuralgien, Phantomschmerzen.
Die Vermeidung einer Schmerzchronifizierung mit den entsprechenden Folgen für Körper und Psyche ist ein

vorrangiges Ziel der speziellen Schmerztherapie. Wesentliche Elemente der Behandlung chronischer Schmerzen
sind ausführliche Anamnesegespräche, standardisierte Schmerzanamnese, kritische Wertung von Vorbefunden,
körperliche Untersuchung, psychische Exploration und spezielle Zusatzdiagnostik. Im Anschluss daran wird
gemeinsam mit Ihnen ein Behandlungskonzept erarbeitet, das im Verlauf stetig überprüft und abhängig von
den erzielten Fortschritten angepasst wird.


Botulinumtoxin-Behandlung nach oben

Botulinumtoxin ist eine sehr gut verträgliche Substanz zur Reduktion einer erhöhten Anspannung einzelner
Muskelgruppen. Botulinumtoxin wird z.B. eingesetzt bei Spannungskopfschmerz und Migräne, darüber
hinaus auch bei einer Überfunktion des autonomen Nervensystems wie z.B. zur Reduktion übermäßigem
Schwitzens.Zur Behandlung von Falten im Gesichtsbereich (unblutiges Facelifting) wurde die Substanz
zunächst in den USA zugelassen.
Botulinumtoxin wird gezielt in die betroffene Region injiziert. Die Behandlung mit dem hochgereinigten

Bakteriengift, dessen Wirkung meist etwa 3-6 Monate anhält, kann beliebig oft wiederholt werden.


Biofeedback nach oben

Biofeedback ermöglicht es Ihnen, Spannungszustände des Körpers bewusst zu erleben, indem diese für Sie
direkt kontrollierbar visuell oder akustisch dargestellt werden.
In der speziellen Schmerztherapie steht das Myo-Biofeedback im Vordergrund: Über auf der Hautoberfläche

angebrachte Sensoren wird die Anspannung von Muskelgruppen z.B. im Hals- und Nackenbereich registriert
und für Sie kontinuierlich ablesbar auf einem Display optisch dargestellt.
Sie können auf diese Weise den Erfolg aktiver Entspannungsverfahren wie z.B. der Jacobsen-Entspannung

selbst unmittelbar überprüfen und die Entspannungsübungen ggf. weiter optimieren.


Entspannungsverfahren nach oben

Das vegetative Anspannungsniveau hat erheblichen Einfluss auf Ihr Wohlbefinden, körperliche und psychische
Leistungsfähigkeit wie auch für die Schmerzwahrnehmung. Sie können dieses durch Entspannungsverfahren
aktiv beeinflussen.
Entspannungsverfahren, die Sie einmal erlernt haben, können Sie im Alltag immer wieder (durchaus zeitlich

ökonomisch!) einsetzen, um stress- und überlastungsbedingte Anspannungszustände zu durchbrechen und vegetativ
stabilisiert zu Ihrem gewohnten Leistungsniveau zurückzufinden.
Bekannte Entspannungsverfahren sind z.B. das Autogene Training oder die progressive Muskelentspannung

nach Jacobsen; darüber hinaus kommen zahlreiche weitere auf Ihre individuellen Bedürfnisse ausgerichtete
Verfahren in Betracht. Wir beraten Sie gerne.


Schmerzbewältigungs-Training nach oben

Durch verhaltenstherapeutische Techniken können Sie Ihr Schmerzerleben und die Schmerzbewältigung („Coping“)
maßgeblich beeinflussen. Dazu haben sich eine Reihe verschiedener verhaltentherapeutischer Techniken in der
Schmerztherapie bewährt. Vermittelt werden Ihnen diese von speziellen schmerztherapeutisch erfahrenen Psychologen.


Gesundheitssport nach oben

Adäquate sportliche Betätigung kann eine Schmerzentstehung verhindern und die Schmerzbewältigung
fördern. Auf die jeweilige Schmerzproblematik ausgerichtet sollten individuell geeignete Sportarten
ausgewählt und im Rahmen einespersönlichen Trainingsprogramms einsetzt werden, um die erwünschten
Effekte zu erzielen und Überlastungen des Organismus zu vermeiden.


Ernährungsberatung nach oben

Ausgewogene und angepasste Ernährung kann eine Rückbildung des Schmerzgeschehens fördern.
Die individuelle Ernährungsberatung baut auf einer Analyse des bisherigen Ernährungsverhaltens
und der Stoffwechselsituation des Körpers auf. In einigen Fällen kann eine Ernährungsumstellung
die Ausschüttung körpereigener schmerzhemmender Stoffe anregen.