Akutschmerz

Akutschmerz hat eine Leit-, Schutz- und Warnfunktion. Er weist auf eine Bedrohung des Körpers von innen
oder außen hin und löst ein Verhalten zur Beseitigung oder Verhütung der Gefahr aus. Über den negativen
Erlebniswert hinaus unterstützt Akutschmerz damit die Erhaltung der körperlichen Unversehrtheit des Organismus.
Akutschmerz ist ein Symptom einer ursächlichen Krankheit (z.B. Verletzung, Herzinfarkt, Darmkolik, frische Operation).

Algogenes Psychosyndrom

Eine sich bei chronischen Schmerzen im Verlauf häufig einstellende Änderung der Gemütsverfassung mit
Traurigkeit, missmutiger Verstimmung, Stimmungsschwankungen, erhöhter Reizbarkeit, Einengung von
Wahrnehmung und Erlebnisfähigkeit auf die Schmerzen

Carpaltunnelsyndrom

Irritation des Medianus- Nervs im Bereich des Handgelenkes, einhergehend mit nächtlichen Schmerzen und
Missempfindungen, Taubheitsgefühl der Finger, später Schwäche der Greiffunktion der Hand. Durch

neurophysiologische Messungen zu sichernde und potentiell rückbildungsfähige Symptomatik.

Chronischer Schmerz

Chronischer Schmerz hat keine Leit- oder Warnfunktion, der Schmerz wird zur eigenständigen Krankheit.
Er tritt episodisch wiederkehrend oder dauerhaft auf, langfristig ist er mit physiologischen, psychischen und
psychosozialen Reaktionen und Anpassungen verbunden. Er ist durch Verhaltensreaktionen nicht kurzfristig beeinflussbar.
Beispiele für eine chronische Schmerzkrankheit sind Kopf- und Rückenschmerz, Neuralgien, Phantomschmerzen.

Cluster- Kopfschmerz

Heftiger einseitiger, maximal ausgeprägter, um die Augenhöhle betonter und in der einzelnen Attacke
maximal 180 Minuten andauernder Kopfschmerz. In Serien („clustern“) auftretend, periodisch gehäuft
in Frühjahr und Herbst.

Epilepsie

Chronische Erkrankung, bei der es zu wiederholten, spontan auftretenden epileptischen Anfällen kommt.
Diese können sich in regionalen Taubheitsgefühlen, motorischen Ausfällen oder psychischen Symptomen äußern,
häufig gehen epileptische Anfälle mit einem Bewusstseinsverlust einher. Vielfältige Ursachen,
verschiedene Behandlungsansätze.

Essenzieller Tremor

Erblich bedingter, unter psychischer Belastung verstärkter Halte- und Aktionstremor („Zittern“ bei Willkürbewegungen).

Medikamenteninduzierter Dauerkopfschmerz

Durch chronische Schmerzmitteleinnahme, insbesondere von Mischanalgetika ausgelöster Dauerkopfschmerz,
verschiedene Manifestationen.

Meningitis

Entzündung der Gehirnhäute z.B. durch Viren oder Bakterien.


Migräne

In manchen Fällen durch eine Aura eingeleiteter, in der Regel einseitiger und pochend-pulsierend
erlebter Kopfschmerz, häufig einhergehend mit Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit.
Dauer der einzelnen Attacke unbehandelt 4-72 Stunden. Vielfältige Behandlungsmöglichkeiten.

Multiple Sklerose

Entzündliche Erkrankung von Gehirn und Rückenmark, bei der es zu schubartig auftretenden
Sehstörungen, Sensibilitätsstörungen, motorischen Störungen oder vielfältigen weiteren Symptomen
kommt. Die meisten Formen der Multiplen Sklerose sind heute therapeutisch günstig zu beeinflussen.

Myopathie

Anlagebedingte oder erworbene Erkrankungen der Muskulatur, ausgelöst z.B. durch
Stoffwechselerkrankungen oder bestimmte Medikamente.

Parkinson- Syndrom

Bewegungsverarmung und -verlangsamung mit Hemmung des Bewegungsstarts, abnormer Steifigkeit,
Tremor (grobschlägiges Zittern) der Extremitäten oder des Kopfes, Abschwächung der Haltungsreflexe.

Polyneuropathie

Schädigung mehrerer peripherer Nerven z.B. durch Diabetes, Alkohol, Entzündungen, Medikamente.
Häufigste Manifestation distal- symmetrisch, d.h. strumpfförmig von den Füßen, später auch den Händen
aufsteigend.

Restless- legs- Syndrom (RLS)

Bewegungsunruhe mit Missempfindungen der Beine, vor allem in Ruhe am Abend auftretend,
einhergehend mit Bewegungsdrang, häufig den Nachtschlaf beeinträchtigend.

Schmerz

Schmerz ist nach der Definition der internationalen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (IASP)
ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit aktueller oder potentieller Gewebeschädigung
verknüpft ist oder mit Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben wird.

Spannungskopfschmerz

Minuten bis Tage andauernder, dumpf- drückender, häufig stirnbetonter oder helmförmig
wahrgenommener Kopfschmerz, vielfältige Ursachen, verschiedenste Behandlungsansätze.

TIA

Transitorische ischämische Attacke, eine vorübergehende Durchblutungsstörung des Gehirnes
mit vollständiger Rückbildung der Symptomatik (z.B. einer halbseitigen Gefühlsstörung oder
einer Schwäche) binnen 24 Stunden.

Trigeminus- Neuralgie

Blitzartig einschießender, einseitiger Gesichtsschmerz, hohe Intensität. Verschiedene Ursachen